Spur 0 Team Ruhr-Lenne e.V.

Gleishublader Hl 16

Der Gleishublader HL 16 des Herstellers Windhoff wurde in den 1970er Jahren entwickelt. Er zeichnete sich durch seine hohe Flexibilität aus, die sich unter anderem auf die vielfältigen Anbaugeräte, die Möglichkeit Waggons zu ziehen aber vor allem die Höchstgeschwindigkeit von 80Km/h gründet, die ein schnelles versetzen des Fahrzeugs möglich machte.

Beim Bau des Modells habe ich eine eher ungewöhnliche Herangehensweise gewählt. Da ich schon Baumaschinenmodelle im Maßstab 1:50 gebaut hatte, habe ich zunächst mit dem Baggeraufbau begonnen. Dieser besteht aus Polystyrol- und PVC-Platten, die in Sandwichbauweise zum Ausleger und zu den restlichen Teilen des Baggers wurden. Die Maße habe ich von einem Modell im Maßstab 1:50 und anhand von Fotos hoch- und umgerechnet.

Die Bodenplatte des Fahrzeugs besteht aus 3mm hart-PVC, das in der Mitte mit Aluminiumwinkeln verstärkt wurde. Die Hütte wurde direkt auf der Platte verklebt und besteht ebenfalls aus Polystyrol in verschiedenen Stärken. Der Baggeraufbau wird mit einer M3 Schraube auf dem Modell befestigt und ist selbstverständlich voll beweglich.

Das Fahrwerk ist aus einem Bausatz von Moog und hat 18mm Radsätze bekommen. Um die vorbildgetreuen Achsaufhängungen nachzubilden habe ich Teile aus Polystyrol angefertigt. Auch die anderen Anbauten am Rahmen wie die Pufferbohle und die Stützfüße entstanden aus Polystyrol.

Die Steuerung des Modells besteht aus einem Lenz Gold+ Decoder. Da das Modell fast vollständig aus Polystyrol ist, ist es sehr leicht. Deshalb habe ich viele Gewichte und ein Powerpack aus 4 Kondensatoren, die als Tank-Imitationen außen am Rahmen angebracht wurden, verbaut. So kommt das Modell ohne Probleme auch über unpolarisierte Weichen und dreckige Gleise.

Die einzigen zugekauften Teile am Modell sind das Fahrwerk und die Hydraulikzylinder, der Rest entstand nur mit Bastelmesser, Feile, Sekundenkleber, viel Improvisation und Geduld.

So, wie das Modell hier gezeigt wird ist es natürlich noch lange nicht fertig. Es fehlen noch originalgetreue Decals, einige kleine Details sowie die Beleuchtung des Baggeraufbaus und ein Soundmodul.

Insgesamt ein interessantes kleines Modell, das beim Bau viel Spaß aber auch mal Kopfzerbrechen bereitet hat.

vorgestellt von Moritz