Spur 0 Team Ruhr-Lenne e.V.

Trassenverlegung

Hallo allerseits,

eine Zeitlang war ich so beschäftigt, dass ich nicht dazu gekommen bin, den Beitrag weiterzuführen Trotzdem habe ich eine Reihe Bilder vom Baufortschritt gemacht, die ich euch hier zeigen will.

Zunächst ging es mit dem Bau der Fahrbahnen weiter:

Ein Teil der Trassenbretter ist hier schon angestrichen und die Geräuschdämmung aus Gummigranulat ist mit Kontaktkleber aufgeklebt:

Beim Verleimen kann man garnicht genug Klemmzwingen haben. Dazu haben wir Ponal Express Weißleim verwendet, damit kann man schon nach 5 Minuten weiterarbeiten.

Beim Aufkleben der Schalldämmung ist ein Tapeten-Nahtroller hilfreich.

Zum Anzeichnen der Gleismitten habe wir ein primitives Kurvenlineal verwendet. Das besteht aus einem schmalen U-Profil aus Kunststoff von ca. 2 m Länge und wird mit kleinen Nägeln am Ende eingespannt. Danach biegt es sich sehr elegant und muss nur in großen Abständen fixiert werden. Die Gleismitte zeichnet man mit einem Filzstift vorsichtig an, ohne das Profil zu verschieben. Unsere Geräuschdämmung besteht eus zwei Streifen, die nebeneinander geklebt werden. Die Naht liegt dabei genau auf der angezeichneten Gleismitte.

Hier seht ihr die Methode der Gleisbefestigung mit Maleracryl. Dazu muss das Flexgleis entsprechend gebogen und mit Gleisklammern fixiert werden (die Gleisklammern sind selbstgedreht). Danach wird aus der Kartusche eine nicht zu dicke Wurst Acryl aufgetragen und mit einem Spachtel glattgestrichen. Das Acryl muss nicht in der ganzen Breite des Gleises aufgetragen werden. Anschließend wir das Gleis aufgelegt und, wo notwendig, beschwert. Der Nachteil der Methode ist, dass das Gleis vor dem Aufkleben die endgültige Form haben muss, kleine Korrekturen sind natürlich möglich. Große Korrekturen enden gerne in einer Sauerei :cursing:

Hier haben wir schon einmal die Weichenstraße auf der doppelgleisigen Hauptstrecke ausgelegt. Der ganz linke Abzweig führt in den Kopfbahnhof, der halblinke in die Nebenstrecke. Die Weichen sind selbstgebaut, darüber werde ich in einem separaten Beitrag berichten.

Hier seht ihr, wie der Strecke von der Gleisharfe des Abstellbahnhofs unter der Hauptstrecke verschwindet. Dort kommt dann später ein schickes Überwerfungsbauwerk hin. Vorbilder dafür gibt es in Hagen jede Menge.

Zwischenzeitlich wurden schon einmal die Weichenatriebe montiert. Diese bestehen aus einer Schiebermimik, einem Servo und einer Elektronikplatine, auf der zwei Drehregler zum Einstellen der Endlagen untergebracht sind. Weiterhin gibt es einen Mikroschalter für die Herzstück-Polarisierung und eine Mechanik zum Drehen der Weichenlaterne.

Hier sind drei der vier Weichen zu sehen, die zur Abstellbahnhof-Gleisharfe gehören. Auch diese Weichen sind selbstgebaut. Die Antriebe sind schon montiert.

Wir haben den Ehrgeiz, die Kurven der Hauptstrecke zu überhöhen. Dazu haben wir unter das Gleis einseitig 3 mm starke Hölzchen mit Ruderer 530 aufgeklebt. Aus der Gleisgeometrie ergibt sich, dass dadurch die äußere Schiene 2 mm höher liegt als die innere Schiene. Das ist nach NEM die korrekte Überhöhung.

Und hier ist das Gleis montiert. Teilweise noch mit Acryl geklebt, das ist aber nicht unbedingt nötig – nach dem Schottern ist das Gleis fest.

So sieht das dann mit einem Fahrzeug aus:

Hier nun der Übergang vom neu gebauten Anlagenteil auf die Brücke im Durchgang auf der Scharnierseite:

Und hier ist der Längenausgleich zwischen dem Holzunterbau und der massiv am Boden befestigten Brückenkonstruktion zu sehen. Wie bereits erwähnt, können sich durch die Konstruktion des Übergangs die Gleise nur in Längsrichtung bewegen. An der Stoßstelle überlappen sich die jeweils zur Hälfte abgefrästen Schienenprofile (roter Pfeil).

Der Übergang auf der anderen Seite der Brücke:

Und nochmal, mit leicht aufgeklappter Brücke:

Hir sind die Gleise auf der Abstellbahnhof-Seite schon für den Längenausgleich vorbereitet:

Die fertige Weichenstraße des Abstellbahnhofs:

Und hier das Fahrstraßen-Stellpult. Es muß nur das gewünschte Gleis des Abstellbahnhofs angewählt werden, der im Pult eingebaute Arduino Mikrocontroller stellt dann die Weichen entsprechend.

Die Schottergang bei der Arbeit. Im Karton sehen genaue Beobachter dreieckige Leisten aus Styrodur, die im Winkel von 39 Grad geschnitten sind. Links und rechts der Gleise sind sie schon angeklebt und braun gestrichen. Das spart Schotter und sorgt für ein vorbildliches Schotterbett.

Rohe Sperrholzflächen werden braun gestrichen…..

Die Elektrik lässt leider noch zu wünschen übrig:

Zum Abschluss noch ein Überblick über Brücke und Abstellbahnhof:

Gruß

Christoph